Produktionsblock-Leitfaden
Wenn Sie Ihre Pilzzucht zu Hause auf die nächste Stufe heben möchten, haben Sie mit unseren normalen und XL-Anzuchtblöcken die Möglichkeit dazu!
Dieser Leitfaden hilft Ihnen dabei, das Beste aus Ihrem Wohnblock herauszuholen.
Erfahren Sie mehr über die Umweltfaktoren, die den Pilzanbau beeinflussen, oder springen Sie direkt zu den Empfehlungen nach Sorten.
Umweltfaktoren
Bei den meisten Pilzarten genügt zur Einleitung der Fruchtkörperbildung eine Veränderung der Umweltbedingungen.
Frische Luft, Luftfeuchtigkeit, Licht und Temperatur sind die Faktoren, die das Wachstum von Fruchtkörpern aus einem vollständig besiedelten Substrat auslösen.
Frische Luft
Wie der Mensch gibt auch das Pilzmyzel Kohlendioxid ab und nimmt Sauerstoff auf. Bekommt es nicht genügend Sauerstoff, erstickt es.
Während der Besiedlung ist die CO₂-Konzentration um das Myzel herum sehr hoch, und wenn das Myzel die Oberfläche des Substrats erreicht, nimmt es einen plötzlichen Abfall des CO₂-Gehalts wahr.
Dies signalisiert ihm, dass es Zeit ist, Pilze zu entwickeln.
Daher ist es unerlässlich, dass in der Wachstumsumgebung ausreichend Frischluft vorhanden ist, damit das Myzel höhere Sauerstoff- und niedrigere CO₂-Werte wahrnehmen kann, was die Bildung von Fruchtkörpern auslöst.
Luftfeuchtigkeit
Die Fruchtkörper von Pilzen bestehen größtenteils aus Wasser, daher wartet das Myzel auf Regen oder feuchtes Wetter, bevor es Pilze produziert.
Daher sind ein Substrat mit ausreichendem Feuchtigkeitsgehalt und eine feuchte Umgebung unerlässlich für qualitativ hochwertige und ertragreiche Ernten.
Selbst eine kurze Trockenperiode kann dazu führen, dass Pilze „absterben”, das heißt, sie hören auf zu wachsen und vertrocknen.
Die Entwicklung von Fruchtkörpern erfordert im Allgemeinen weniger Luftfeuchtigkeit als die Bildung von Primordien (auch als Keimlinge oder junge Pilze bekannt). Sobald die Primordien erschienen sind, empfiehlt es sich, die Luftfeuchtigkeit um 5–101 µg/m² zu reduzieren.
Licht
Pilze nutzen Licht nicht als Energiequelle wie Pflanzen, aber sie benötigen etwas Licht, um richtig zu wachsen.
Das Myzel nutzt Licht, um zu erkennen, dass es die Oberfläche des Substrats erreicht hat und dass die Umgebung für das Pilzwachstum geeignet ist – genau wie sinkende CO₂-Werte das Signal für die Bildung von Fruchtkörpern geben.
Viele Menschen glauben, dass Pilze im Dunkeln gut wachsen.
Tatsächlich beginnen sie in völliger Dunkelheit möglicherweise gar nicht erst zu wachsen, und wenn sie es doch tun, werden die Pilze länglich, unförmig und von stumpfer Farbe sein.
Pilze wachsen oft an dunkleren Orten, weil es dort feuchter ist, nicht weil sie kein Licht brauchen.
Natürliches Licht von einem nahegelegenen Fenster ist in der Regel ausreichend, es ist jedoch wichtig, dass kein direktes Sonnenlicht auf den Block fällt, da er sonst sehr schnell austrocknet.
Bei Bedarf kann auch künstliches Licht (LED) verwendet werden. In diesem Fall empfiehlt sich der Einsatz einer Zeitschaltuhr, um eine Beleuchtungsdauer von 12 Stunden pro Tag zu gewährleisten.
Temperatur
Unter natürlichen Bedingungen beginnen viele Pilze als Reaktion auf den Wechsel der Jahreszeit mit der Produktion: Die Kälte signalisiert ihnen, dass das Ende der Saison naht und sie bald produzieren müssen.
Daher gedeihen die meisten Arten bei etwas kühleren Temperaturen besser, wobei dies von Art zu Art variieren kann.
Bei der Indoor-Zucht spielt die Umgebungstemperatur eine sehr wichtige Rolle.
Der Wachstumsbereich der meisten Pilze liegt zwischen 15 und 27 °C, mit wenigen Ausnahmen.
Es lohnt sich, eine Pflanzenart zu wählen, deren Wachstumstemperatur derjenigen entspricht, die Sie zu Hause bieten können.
Wechselwirkungen von Umweltfaktoren
Umweltfaktoren sind miteinander verknüpft, daher ist systematisches Denken stets ratsam. Verändert man einen Parameter, beeinflusst man in der Regel mindestens einen anderen.
Bei höheren Temperaturen Der Stoffwechsel der Pilze beschleunigt sich, was zu einer erhöhten CO₂-Produktion führt. Dies erfordert einen verstärkten Luftaustausch, wodurch die Luftfeuchtigkeit sinkt – daher muss die Luftfeuchtigkeit ständig überwacht und gegebenenfalls angepasst werden.
Bei niedrigeren Temperaturen Das Wachstum verläuft langsamer, es wird weniger CO₂ produziert, daher ist weniger Belüftung erforderlich. Kältere Luft kann jedoch weniger Feuchtigkeit aufnehmen, daher ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit zu überwachen, anstatt automatisch einzugreifen.
Igel -
Hericium erinaceus
Wie beginnt man mit dem Anbau?
Schneiden Sie ein kleines Loch in die Oberseite des Beutels und drücken Sie so viel Luft wie möglich heraus. Falten Sie dann den überstehenden Kunststoff fest um und kleben Sie ihn fest oder klemmen Sie ihn unter den Block. Dadurch wird verhindert, dass die Pflanzen im Beutel keimen.
Schneiden Sie anschließend eine kleine, 1–2 cm lange (5 cm bei XL-Pflanzblöcken) oder X-förmige Öffnung in eine Seite des Beutels. Dieses seitliche Wachstum fördert längere, herabhängende „Triebe”.
Besprühen Sie die Schnittfläche 3- bis 5-mal täglich großzügig mit Leitungswasser aus einer Sprühflasche. Die Feuchtigkeit ist optimal, wenn die Oberfläche des Plastikbeutels mit einem feinen Nebel und kleinen Wassertropfen bedeckt ist, das Wasser aber nicht tropft oder steht.
Stellen Sie es an einen gut belüfteten, hellen Ort, aber fern von direkter Sonneneinstrahlung und Heizkörpern.
Rassespezifische Überlegungen
Beim Sprühen sollte man eher die unmittelbare Umgebung als die Pflanzen direkt befeuchten.
Sie nimmt beim Wachsen oft einen rosafarbenen Schimmer an. Bei geringer Luftfeuchtigkeit verfärbt sie sich gelb.
Bei zu hohen CO₂-Konzentrationen bildet sie verzweigte, korallenartige Früchte.
Ernte
Am besten erntet man die Pilze, wenn die Stacheln gut entwickelt, aber noch biegsam und strahlend weiß sind. Idealerweise sind die Stacheln etwa 1–2 cm lang, der Pilz ist fest und verfärbt sich noch nicht gelb.
Lässt man es zu lange stehen, verlängern sich die Stacheln, die Farbe wird cremefarben-gelb, die Konsistenz wird lockerer und der Geschmack verliert seine Frische.
Geschmack
Es schmeckt leicht süßlich und wird oft mit Hummer oder Krabben verglichen. Sein Fleisch ist faserig, aber saftig, wodurch es sich besonders gut zum Braten eignet. Am besten schmeckt es frisch gefangen – je länger es liegt, desto weniger intensiv ist sein Meeresfrüchtegeschmack.
Grauer Austernpilz –
Austernpilz
Wie beginnt man mit dem Anbau?
Schneiden Sie ein kleines Loch in die Oberseite des Beutels und drücken Sie so viel Luft wie möglich heraus. Falten Sie dann den überstehenden Kunststoff fest um und kleben Sie ihn fest oder klemmen Sie ihn unter den Block. Dadurch wird verhindert, dass die Pflanzen im Beutel keimen.
Schneiden Sie dann einen langen diagonalen Schnitt oder eine große X-förmige Öffnung über die gesamte Oberseite.
Eine seitliche Bodenbearbeitung ist ebenfalls möglich (in diesem Fall zeigt die Schnittfläche nicht nach oben, sondern zur Seite).
Besprühen Sie die Schnittfläche 3- bis 5-mal täglich großzügig mit Leitungswasser aus einer Sprühflasche. Die Feuchtigkeit ist optimal, wenn die Oberfläche des Plastikbeutels mit einem feinen Nebel und kleinen Wassertropfen bedeckt ist, das Wasser aber nicht tropft oder steht.
Rassespezifische Überlegungen
Kühlere Temperaturen und mehr Licht führen zu einer intensiveren bläulichen Farbe.
Austernpilze haben einen außergewöhnlich hohen Bedarf an Frischluft, weshalb sie oft besser auf der Küchenarbeitsplatte gedeihen als in einem geschlossenen Raum mit unzureichendem aktivem Luftaustausch, wie beispielsweise einem Growzelt.
Bei zu hohen CO₂-Werten neigt sie dazu, lange Stängel und kleine Kappen auszubilden.
Ernte
Am besten erntet man sie, wenn die Ränder der Kappen noch leicht nach unten gebogen sind.
Auf diese Weise werden weniger Sporen freigesetzt und die Haltbarkeit verlängert sich.
Geschmack
Es hat ein angenehmes Aroma. Sein Geschmack ist mild, leicht nussig.
Ihr Stiel ist weniger weich als der anderer Austern.
Es ist sehr fleischig und eignet sich in den meisten Rezepten gut als Ersatz für Champignons.
Austernpilze können eine leicht schleimige Konsistenz haben, wenn sie nicht ausreichend gekocht sind.
Es wird empfohlen, die Pilze so lange zu braten, bis der austretende Saft vollständig verdampft ist und sie anfangen zu bräunen.
Rosa Austernpilz –
Pleurotus djamor
Wie beginnt man mit dem Anbau?
Schneiden Sie ein kleines Loch in die Oberseite des Beutels und drücken Sie so viel Luft wie möglich heraus. Falten Sie dann den überstehenden Kunststoff fest um und kleben Sie ihn fest oder klemmen Sie ihn unter den Block. Dadurch wird verhindert, dass die Pflanzen im Beutel keimen.
Schneiden Sie dann einen langen diagonalen Schnitt oder eine große X-förmige Öffnung über die gesamte Oberseite.
Eine seitliche Bodenbearbeitung ist ebenfalls möglich (in diesem Fall zeigt die Schnittfläche nicht nach oben, sondern zur Seite).
Besprühen Sie die Schnittfläche 3- bis 5-mal täglich großzügig mit Leitungswasser aus einer Sprühflasche. Die Feuchtigkeit ist optimal, wenn die Oberfläche des Plastikbeutels mit einem feinen Nebel und kleinen Wassertropfen bedeckt ist, das Wasser aber nicht tropft oder steht.
Rassespezifische Überlegungen
Mehr Licht führt zu intensiveren Farbergebnissen der Kappen.
In seltenen Fällen kann ein rosa Austernpilz-Substrat auch unter geeigneten Lichtverhältnissen Pilze mit wenig oder gar keinem Pigment hervorbringen.
Austernpilze haben einen außergewöhnlich hohen Bedarf an Frischluft, weshalb sie oft besser auf der Küchenarbeitsplatte gedeihen als in einem geschlossenen Raum mit unzureichendem aktivem Luftaustausch, wie beispielsweise einem Growzelt.
Bei zu hohen CO₂-Werten neigt sie dazu, lange Stängel und kleine Kappen auszubilden.
Ernte
Am besten pflückt man sie, wenn die Ränder der Hüte noch leicht nach unten gebogen sind, damit sie weniger Sporen freisetzen.
Es hat eine kurze Haltbarkeit und verdirbt schnell.
Geschmack
Er hat einen charakteristischen Geruch. Der fleischige Geschmack und die Textur sind ausgeprägter als bei anderen Austernpilzen.
Wenn es knusprig gebraten wird, ist es ein sehr guter Speckersatz.
Austernpilze können eine leicht schleimige Konsistenz haben, wenn sie nicht ausreichend gekocht sind.
Es wird empfohlen, die Pilze so lange zu braten, bis der austretende Saft vollständig verdampft ist und sie anfangen zu bräunen.
Goldgelber Pilz –
Pleurotus citrinopileatus
Wie beginnt man mit dem Anbau?
Schneiden Sie ein kleines Loch in die Oberseite des Beutels und drücken Sie so viel Luft wie möglich heraus. Falten Sie dann den überstehenden Kunststoff fest um und kleben Sie ihn fest oder klemmen Sie ihn unter den Block. Dadurch wird verhindert, dass die Pflanzen im Beutel keimen.
Schneiden Sie dann einen langen diagonalen Schnitt oder eine große X-förmige Öffnung über die gesamte Oberseite.
Eine seitliche Bodenbearbeitung ist ebenfalls möglich (in diesem Fall zeigt die Schnittfläche nicht nach oben, sondern zur Seite).
Besprühen Sie die Schnittfläche 3- bis 5-mal täglich großzügig mit Leitungswasser aus einer Sprühflasche. Die Feuchtigkeit ist optimal, wenn die Oberfläche des Plastikbeutels mit einem feinen Nebel und kleinen Wassertropfen bedeckt ist, das Wasser aber nicht tropft oder steht.
Rassespezifische Überlegungen
Es beginnt langsam mit der Bildung von Knötchen, aus denen sich die Anlagen entwickeln. Diese Phase kann 5-7 Tage dauern, verläuft dann aber rasant.
Mehr Licht führt zu einer intensiveren gelben Farbe.
Austernpilze haben einen außergewöhnlich hohen Bedarf an Frischluft, weshalb sie oft besser auf der Küchenarbeitsplatte gedeihen als in einem geschlossenen Raum mit unzureichendem aktivem Luftaustausch, wie beispielsweise einem Growzelt.
Bei zu hohen CO₂-Werten neigt sie dazu, lange Stängel und kleine Kappen auszubilden.
Ernte
Am besten erntet man sie, wenn die Ränder der Kappen noch leicht nach unten gebogen sind.
Auf diese Weise werden weniger Sporen freigesetzt.
Zerbrechlich, schwer zu lagern.
Geschmack
Sein Geschmack ist mild, leicht süßlich und erinnert an Cashewnüsse.
Austernpilze können eine leicht schleimige Konsistenz haben, wenn sie nicht ausreichend gekocht sind.
Es wird empfohlen, die Pilze so lange zu braten, bis der austretende Saft vollständig verdampft ist und sie anfangen zu bräunen.
Teufelswagen-Austernpilz –
Pleurotus eryngii
Wie beginnt man mit dem Anbau?
Stellen Sie den Block an einen kühlen (idealerweise 10–18 °C), hellen Ort, der jedoch vor direkter Sonneneinstrahlung, Zugluft und Heizkörpern geschützt ist. Es ist wichtig, dass die Temperatur während der gesamten Wachstumsperiode 20 °C nicht übersteigt, da der Kräuterseitling bei höheren Temperaturen schwächer wächst oder eine deformierte Form annimmt.
Massieren Sie die Oberseite des Blocks vorsichtig durch den Beutel hindurch – dies wird die Wachstumsfläche. Sollten Sie verdickte, weiße Stellen oder winzige Jungpilze entdecken, entfernen Sie diese vorsichtig.
Schneiden Sie anschließend oben in den Beutel eine kleine Öffnung von etwa 1 cm und lassen Sie den Block 5–7 Tage lang unberührt. Dadurch kann das Myzel die veränderte Umgebung wahrnehmen und mit der Fruchtbildung beginnen.
Sobald die jungen Pilze 1–2 cm hoch sind, schneiden Sie den oberen Teil des Beutels ab und lassen Sie einen 5–8 cm breiten Rand („Kragen”) um den Pilzblock herum stehen. Dies sorgt für ein geschütztes Mikroklima und fördert das Wachstum dicker, schöner Pilze mit kräftigen Stielen.
Besprühen Sie die Luft um den Block herum 2-3 Mal täglich, aber durchnässen Sie den Block selbst nicht.
Rassespezifische Überlegungen
Der Kräuterseitling wächst langsam. Zu viel Kohlendioxid kann zu Verformungen des Hutes führen, zu hohe Luftfeuchtigkeit zu Verfärbungen des Fruchtkörpers. Gute Belüftung und moderate Luftfeuchtigkeit sind daher entscheidend.
Ernte
Pflücken Sie den Kräuterseitling, wenn der Hut noch relativ klein ist, der Stiel dick und fest ist und sich der Hutrand noch nicht nach außen einrollt.
Dadurch erhält man die beste Textur und den besten Geschmack.
Geschmack
Sein Geschmack ist leicht nussig und umami, und seine Textur ist extrem fleischig und fest, weshalb es oft als Fleischersatz verwendet wird.
Austernpilze können eine leicht schleimige Konsistenz haben, wenn sie nicht ausreichend gekocht sind.
Es wird empfohlen, die Pilze so lange zu braten, bis der austretende Saft vollständig verdampft ist und sie anfangen zu bräunen.